May 1, 2011
Erschüttert mußte ich erfahren, unter welch unwürdigen und erbärmlichen Umständen die Hunde in Italien in Hundelagern (Canile) untergebracht werden. Diese Canile sind Tierhöllen, in welchen die Hunde letztlich endgelagert werden. Das italienische Tierschutzgesetz verbietet die Tötung von Tieren! Jedoch hat sich in den letzten Jahren in Italien ein Tierheim-System etabliert, das ebenso grausam ist wie das Töten. Findige Unternehmer haben erkannt, dass sie mit den Hunden lukrative Geschäfte machen können. Sie pferchen die Hunde auf engstem Raum zusammen, versorgen sie nur notdürftig, dass sie gerade so am Leben bleiben, oft unter freiem Himmel ohne Schutz und kassieren hierfür eine staatlich (und somit auch von der gesamten EU) geförderte Unterstützung für jedes einzelne Tier.
zum Film1 .
Man vermutet, dass es in Italien um die 900 dieser Anlagen gibt! Genaue Zahlen lassen sich erst gar nicht innerhalb dieser vermutlich zum Teil mafiösen Strukturen eruieren. Es gibt Canile in denen bis zu 2000 Hunde vegetieren. Die Hündinnen sind permanent trächtig, da die Besitzer des Lagers dann auch an den Welpen Geld verdienen können. Deritalienische Staat und die EU zahlen pro Tag zwischen 4,- bis 7,-€ pro Hund. Die Betreiber verdienen daran geschätzte 600 Millionen Euro pro Jahr!!!
zum Film2
Tiere, die in den Canili landen, haben im Grunde keine Chance das Lager lebend zu verlassen. Eine gute Versorgung der Tiere oder gar die Vermittlung der Hunde würden nur den Gewinn schmälern. Alte und kranke Tiere werden mit aggressiven Hunden zusammen gehalten. Oftmals gibt es Kämpfe und Kannibalismus unter den Tieren. Niemand soll von den tausenden toten Tieren erfahren um das Geschäft nicht zu stören. Gerade weil das italienische Gesetz §281/91 seit 1991 die Tötung (auch schwerkranker...) Hunde untersagt und stattdessen deren "Internierung" in Tierheimen subventioniert ist die Situation heute derart eskaliert. Am Beispiel Apuliens lässt sich der Erfolg der 'hoch entwickelten Gesetzgebung' gut nachvollziehen. 1990 gab es in Apulien rund 20'000 streunende Hunde auf den Straßen und an den Küsten. 1991 wurde das Tierschutzgesetz 281 verabschiedet. Heute, 19 Jahre später, zeigen sich die Folgen: 70'000 Hunde sind in Tierheimen endgelagert und der Staat zahlt hierfür rund 70 Millionen Euro jährlich. Trotzdem streunen weitere 50'000 Hunde immer noch auf den Straßen. Tierschützer verlangen also die Einrichtung weiterer Tierheime. Das Canile System ist eine Garantie zum Gelddrucken auf Kosten der Steuerzahler! Fazit: alleine in Apulien hat sich die Zahl der herrenlosen unerwünschten Haustiere von 20'000 auf 120'000 in den letzten 20 Jahren versechsfacht. Das ist der "Erfolg" des Tierschutzgesetzes 281/91. Müssen EU Gelder wirklich für solche infame Aktivitäten verschleudert werden? Warum nicht besser in sinnvolle und kontrollierte medizinische Versorgung zur Eindämmung dieserZahlen (z.B. Kastrationen) investieren? Viele Fragen bleiben offen. Mit diesem Schreiben schließe ich mich dem Protest von über 20.000 anderen an, die sich für ein Ende des Elends und Leidens der Tiere ausgesprochen haben. Diese Petition wurde von den Tierschutzorganisationen ETN, TASSO und bmt ins Leben gerufen. Auch CICTO http://www.cicto.org/it/ ,eine internationale Koalition gegen die organisierte Hundequälerei in Italien, setzt sich für diese Ziele ein. Die italienische Hundehölle verschwindet, wenn es kein Geld mehr pro Kopf/Tag für Hundekerker gibt.
Hier die Seite von CICTO, auf der auch Infos auf Deutsch sind!
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